
Ziel des Buddhismus ist, den Geist zu erwecken und zum Buddha zu werden. Es ist ein Weg, der jedem offensteht. In diesem Buch gibt der Zen-Mönch Muhô Hinweise, wie man sich der Lehre Dôgen Zenjis nähern kann. Darin geht es nicht nur um die großen Themen Leben und Tod, sondern auch um Alltagsprobleme, die uns heute konkret betreffen. Muhôs Übersetzung des altjapanischen Textes hält sich so nah wie möglich an Dôgens Original. Der Abt des Antaiji erläutert anhand von Auszügen aus dem Shôbôgenzô und weiteren Texten, was buddhistische Übung bedeutet.
Inhalt:
Dôgens Leben
GENJÔKÔAN: Hier offenbart sich das Geheimnis
GAKUDÔ-YÔJINSHÛ: Worum es bei der Übung des Weges geht
1. Erwecke den Geist des Weges
2. Wenn du die Lehre hörst, praktiziere sie unverzüglich
3. Bezeuge den Buddhaweg durch Übung
4. Übe nicht mit einem Geist, der nach Gewinn strebt
5. Suche bei der Übung des Weges nach einem wahren Meister
6. Was du über die Zen-Übung wissen solltest
7. Wer einen Ausweg sucht, muss Zen praktizieren
8. Über die Aufgabe eines Zenmönchs
9. Richte deine Übung nach dem Weg
10. Nimm es auf der Stelle auf
JÛUNDÔSHIKI: Regeln für die Halle der verschlungenen Wolken
GABYÔ: Gemalter Kuchen
ZENKI : Ganzes Wirken
ÔSAKUSENDABA: Der König wünscht sich Sendaba
ZAZENSHIN: Eine Nadel für Zazen
HOTSUBODAISHIN: Aufbruch zum Weg des Herzens
DŌSHIN: Der Geist des Weges
Nachwort
Muhô Nölke: Futter für Pferd und Esel. Das Dôgen-Lesebuch.
188 Seiten. Paperback. 20 €. ISBN: 978-3-943839-63-0.
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Sawaki Kôdô (geb. 16. Juni 1880 in Tsu; gest. 21. Dezember 1965 in Kioto) war ein japanischer Zen-Meister.
Kôdô Sawakis Eltern starben früh, und er wuchs – von einem Onkel und
später von anderen adoptiert – in ärmlichen Verhältnissen auf. Mit 16
lief er von zuhause weg, um Mönch im Eihei-ji, dem Haupttempel der
Soto-Schule, zu werden. 1897 wurde er von Kôhô Sawada, Abt des
Soshin-ji, ordiniert und nahm den Mönchsnamen Kôdô an. Es folgten lange
Jahre der Übung und Wanderschaft, später begann er Vorträge zu halten
und die Praxis des Zazen, die damals selbst innerhalb der Sôtô-Schule
fast vergessen war, von neuem sowohl für Laien als auch für Mönche zu
lehren.
Kôdô Sawaki wurde in den 1930er Jahren zum Professor an die angesehene
buddhistische Komazawa-Universität berufen und übernahm nach dem Krieg
gleichzeitig Verantwortung für den Antai-ji, einen Tempel für die
Zazen-Praxis, der damals noch im nördlichen Kioto gelegen war. Seinen
Spitznamen "Landstreicher Kôdô" verdiente er sich durch seine
pausenlosen Reisen durch ganz Japan, um an jedem Ort Zazen zu lehren.
Sawaki starb am 21. Dezember 1965 im Kloster Antai-ji, das heute vom
deutschen Abt Muhô geleitet wird. Während der Arbeit an der Übersetzung der "Zen-Lüge" lebte Muhô unter Obdachlosen in Osaka.
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Überarbeitete Neuauflagen (2017)
Was
macht Glück aus, was ist das Ich, was ein Buddha? Sawaki klärt uns in
zwei Vorträgen darüber auf und gibt eine Anleitung zum Zazen. Im Anhang
befinden sich die Dôgen-Texte Fukanzazengi, Zazengi und Gakudô-yôjinshû. Übersetzt vom Abt des Antaiji. Die Kalligrafien sind von Sawaki Rôshi. Auszug:
"Meine Adoptivmutter war eine alte Prostituierte und deren ältere
Schwester die Braut eines Yakuza-Bosses. Meine erste Aufgabe war, bei
den Glücksspielern für Ordnung zu sorgen. Selbst einem wilden Bengel wie
mir war da am Anfang ganz schön bange. (...) Von allem, was einem
geschieht, kann man sagen, dass es sowohl gute als auch schlechte Seiten
hat."
Kôdô Sawaki: Jeder Tag ist ein guter Tag. Einführung in die Zen-Meditation.
Paperback. 128 Seiten. 20 €. ISBN: 978-3-936018-57-8.
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"Familie bedeutet den Ort, an dem Eltern und Kinder sich gegenseitig verderben,
wo Mann und Frau gemeinsam verrotten."
"Ein Schlappschwanz, wer von Position und Monatsgehalt lebt!"
"Abgeordnete und Minister ziehen von sich aus durchs Land, um für Stimmen zu werben. Was für Idioten!
Wenn mich einer bäte, Minister zu werden, hieße die Antwort:
'Für wie dumm hältst du mich denn?'"
"Wer sich auf seinen Lebenslauf beruft, ist ein Versager."
"'Kein Ich' bedeutet, den Menschen nicht den Rücken zuzudrehen."
"In der Welt geht es nur ums Ficken und Fressen."
Kôdô
Sawaki Rôshi (1880-1965) gilt als einer der wichtigsten Zen-Meister des
20. Jahrhunderts. Sein Tempel Antaiji wird heute vom deutschen Abt Muhô
geleitet, der die folgenden beiden Titel mit Kôdôs prägnanten und kernigen Weisheiten
aus dem Japanischen übertrug.
Kôdô Sawaki: An Dich. Zen-Sprüche.
Hardcover. 180 Seiten. 28 €. ISBN: 978-3-943839-58-6.
E-Book (neue Fassung) ISBN: 978-3943839-60-9. (15,99 €)
Kôdô Sawaki: An Dich. Zen-Sprüche.
Jap.: Zen ni kike. TB (12 x 19 cm). 216 Seiten. 20 €. ISBN: 978-3-943839-59-3 .
E-Book (alte Fassung) ISBN: 978-3943839-16-6. (15,99 €)
(Oben die neue Taschenbuch-Ausgabe von 2017, unten das Paperback im Format 14,8 x 21 cm. Das Paperback bleibt erhalten.)
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Kôdô Sawaki: Zen ist die größte Lüge aller Zeiten.
Hardcover. 224 Seiten. 28 €. ISBN: 978-3-943839-56-2.
Kôdô Sawaki: Zen ist die größte Lüge aller Zeiten.
Jap.: Ikiru chikara toshito no zen. TB (12 x 19 cm). 220 Seiten. 20 €.
ISBN: 978-3-943839-57-9.
(Oben die überarbeitete Taschenbuch-Ausgabe von 2017, unten das alte
Paperback im Format 14,8 x 21 cm; das Paperback bleibt erhalten.)
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Muhô übersetzte acht weitere Kapitel für
die Neuauflage dieses Buches. Es enthält ebenso kernige Weisheiten des
bekannten Zen-Meisters Kôdô Sawaki und seines Schülers Kôshô Uchiyama
wie der Verkaufsschlager "Zen ist die größte Lüge aller Zeiten". Die
erste Auflage ("Heimatloser Kôdô") war ursprünglich nur für enge
Zen-Kreise konzipiert und musste dringend überarbeitet werden. In der
neuen Form wird das Buch – wie die anderen Titel von Kôdô im Angkor
Verlag – nun hoffentlich einer breiteren Leserschaft bekannt.
Sawaki, Kôdô/Uchiyama, Kôshô: Die Zen-Lehre des Landstreichers Kodo
Jap.: Yadonashi Kôdô Hokkusan. Deutsch von Keller und Muhô.
120 Seiten. Paperback. 15,- €. ISBN: 978-3-936018- 51-6.
"Das Zen-Dojo ist der Ort, wo man Menschen tötet."
Erstmals komplett auf Deutsch: Kôdô Sawakis Kommentare zum Zhengdao ge (Shôdôka) 証道歌, einem langen Gedicht, das Yongjia Xuanjue (Yôka Genkaku, 665–713) zugeschrieben wird, dessen Erleuchtung vom Patriarchen Hui-neng bestätigt worden sein soll. Es behandelt das Verhältnis von Dharma-Natur (Realität) zu Buddha-Natur und beschreibt die tägliche Zen-Praxis, die einem Sutra-Studium vorzuziehen sei. Sawakis Kommentare beruhen auf Reden, die er 1946 hielt, und er nennt den Autor des Shôdôka meist Yôka Daishi, den „Großen Meister Yôka“. Auf seine unnachahmliche Weise erläutert Sawaki Zeile für Zeile, mit Bezügen zum Alltagsleben, zu seiner eigenen bewegenden Biografie und zu historischen Ereignissen und Figuren, insbesondere den Samurai.
Auszüge:
Das grundlegende Prinzip des Buddhismus ist einfach, er beantwortet die Frage: „Wie können wir unser Leben für das größte Gute einsetzen?“ Die Absicht des Buddhismus ist, unserem Leben Sinn zu geben.
Das Zen Buddhas besteht darin, die Welt mit völlig neuen Augen anzuschauen, mit der Unschuld und dem Staunen eines Kindes.
Ich würde sagen, wenn du zu sehr dem Zazen zuneigst, wird dein Leben monoton, und auch wenn dies eine Frage von ewiger und universeller Wahrheit ist, liegt die Sache nicht so einfach. Bist du dem Lernen zu sehr zugeneigt, wird alles kompliziert, und du wirst mit einer Nervenkrankheit enden. Damit das Leben weder monoton noch kompliziert wird, ist der einzige Weg, der zu befolgen ist, wenn wir ihm schon unbedingt einen Namen geben wollen: satori.
Während des Russisch-Japanischen Krieges haben viele Soldaten wie ich sich so verhalten, als sei der Tod nicht wichtig. Man sagte, ich hätte Courage, doch in Wirklichkeit habe ich Krieg gemacht, und der Tod war ein Teil davon. So etwas hat nichts mit Erwachen zu tun. Kôdô Sawaki: Zen ist für nix gut.
Kommentare zum Lied des Erwachens (Shôdôka) von Yôka Daishi.
Aus dem Englischen von Guido Keller.