Julian Braun


     


"Bei den Alten heißt es: Innen erstrebe Gelehrsamkeit und Tugendkraft, außen bringe kriegerische Tüchtigkeit zur Vollkommenheit. Der Samurai, welcher tief in den Ursprung des Kampfes eindringt, wird augenblicklich Entschlossenheit, Sicherheit und effektives Wirken nach allen Seiten erlangen."

„Philosophie und Ethik japanischer Kriegskunst der Tokugawa-Zeit“ untersucht den Zusammenschluss geistiger, körperlicher und ethischer Aspekte zu einer eigenständigen Strömung, die das Leitbild der letzten großen, vormodernen Epoche Japans war. Der dabei geforderte, hohe physische und psychische Anspruch hat die Umbrüche der Modernisierung Japans jedoch überlebt und entscheidend zur Etablierung weltweit verbreiteter Kampfkünste wie dem Aikido, Kyudo, Kendo oder Karate beigetragen. Um diese tatsächlich zu verstehen, ist eine Auseinandersetzung mit dem hier dargelegten „gemeinsamen Weg von Pinsel und Schwert" empfehlenswert.

Auf folgende Texte wird im Besonderen eingegangen, die ersten drei sind im Anhang neu übersetzt:

Heihô okugi kôroku: Onmyôheigen (1651) (兵法奥義講録陰陽兵源) 
von Yamaga Sokô (Neokonfuzianischer Gelehrter)

Ittôsai sensei kenpôsho (1653) (一刀斎先生剣法書) 
von Kotôda Toshisada (Schwertkampfmeister, Itto-ryû)

Bansenshûkai: Seishin (1676) (万川集海: 正心) 
von Fujibayashi Yasutake (Ninja)

Fudôchishinmyôroku (1629) (不動智神妙録) 
von Sôhô Takuan (Zen-Mönch)

Heihôkadensho (1632) (兵法家伝書) 
von Yagyû Munenori (Schwertkampfmeister, Yagyû-ryû)

Gorin no sho (1643) (五輪之書) 
von Musashi Minamoto (Schwertkampfmeister, Niten-Ichi-ryû)

Tengugeijutsuron (1728) (天狗芸術論) 
von Issai Chôzan

Dieser Titel beruht auf der Dissertation des Autors: Julian Braun, Jahrgang 1973. Studium und Promotion in Japanologie. Zahlreiche Veröffentlichungen zur japanischen Kampfkunst sowie zum Buddhismus. Begründer des Forschungskreises zur Theorie, Praxis und Philosophie japanischer Kampfkünste. 

Rezension zu einer früheren, ähnlichen Ausgabe.

Julian Braun: Bunbu-ryôdô: Philosophie und Ethik 
japanischer Kriegskunst der Tokugawa-Zeit (1603-1868). 
200 Seiten. Gebundene Ausgabe. 39,90 €. ISBN 978-3-936018-91-2. 
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Ninjutsu - Geschichte und Gegenwart zeigt im ersten Teil die Anfänge und Entwicklungen jener unorthodoxen japanischen Kriegsführung auf, die in der Verkörperung des Ninja weltweite Berühmtheit erlangte. Im zweiten Teil werden wesentliche Lehren des populären Bujinkan-Ninjutsu unter der Leitung von Dr. Masaaki Hatsumi und ihre Bezüge zu religiösen und philosophischen Traditionen Chinas und Japans dargestellt. Die hier vorliegende Neuauflage wurde um eine Übersetzung des Vorworts, der Einleitung und des Kapitels „Fragen und Antworten“ aus der berühmten Ninjutsu-Schrift Bansenshûkai erweitert. 

Inhalt:

1. Geschichte des Ninjutsu
1.1 Militärgeschichte und Spionagegeschichte 10
1.2 Der Begriff Ninjutsu 13 
1.3 Die Ursprünge in China 15
1.4 Ninjutsu in Japan: Ursprünge und Entwicklung 21
1.4.1 Von den Anfängen bis zur Heian-Zeit 21
1.4.2 Shugendô, Yamabushi und Kriegermönche 29
1.4.3 Lokalgeschichte Togakushi 43
1.4.4 Exkurs I: Kampfkunst in China 600-900 47
1.4.5 Minamoto Yoshitsune 50
1.4.6 Kusunoki Masashige und die Nord-Süd-Dynastie 54
1.4.7 Die Zeit der Kämpfenden Provinzen 58
1.4.8 Die Tokugawa-Zeit 80
1.4.9 Exkurs II: Kampfkunst in China 1700-1900 85
1.5 Resümee 89

2. Gegenwart des Ninjutsu
2.1 Vorbemerkung 91
2.2 Ursprung und Entwicklung des Togakure-Ryû Ninjutsu 93
2.3 Lehrinhalte des Togakure-Ryû Ninjutsu 96
2.3.1 Die Kunst des Unsichtbarmachens 97
2.3.2 Die Lehre von den fünf Großen Elementen 104
2.3.3 Die Lehre von den neun Zeichen 113
2.3.4 Der Taoismus 124
2.3.5 Exkurs I: Atemtechnik im Yoga, Taoismus und Ninjutsu 148
2.3.6 Exkurs II: Kampfkunst und Taoismus 150
2.4 Resümee 158

Schlussbetrachtung 160
Anhang 163
Übersetzungen 175
Bansenshûkai: Vorwort 176
Bansenshûkai: Einführung 179
Bansenshûkai: Mondô 183

Julian Braun: Ninjutsu: Geschichte und Gegenwart.
200 Seiten. Paperback. 15,- €. ISBN: 978-3-943839-61-6.
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Die japanische Edo-Zeit (1603-1868) als letzte vormoderne Epoche Japans ist geprägt durch ein intensives Zusammendenken von politischen, militärischen und religiös-philosophischen Vorstellungen. Obwohl man sich dem Einfluss des Westens in Form von Handel und Missionierung verschloss, erfolgte eine stetige Auseinandersetzung mit westlichem Gedankengut.  Ebenso wurden weiterhin Ideen aus China adaptiert und im spezifisch japanischen Kontext weiterentwickelt. So ist eine Fülle von vorwiegend konfuzianisch geprägten Denkrichtungen entstanden, welche der Frage nach Herrschaft, Bildung, Moral sowie geistigen und natürlichen Gesetzmäßigkeiten nachgehen. Die hier vorgelegten Texte sind eine wichtige Ergänzung zu den vorwiegend unter martialischen Gesichtspunkten entwickelten Konzepten, wie sie in Bunbu-Ryôdô: Philosophie und Ethik japanischer Kriegskunst der Tokugawa-Zeit (vom gleichen Autor) erläutert sind. Übersetzt wurden:
  • Hayashi Razan (1583-1657)
  • Yamazaki Ansai (1619-1682)
  • Kaibara Ekiken (1630-1714)
  • Arai Hakuseki (1657-1725)
  • Itô Togai (1670-1736)
  • Kamata Ryûô (1754-1821)
Dr. Julian Braun (geb. 1973) verfügt über eine langjährige Lehrerfahrung und beschäftigt sich seit seiner Jugend intensiv mit der Theorie und Praxis östlicher Körperarbeit und Kampfkunst sowie westlicher und östlicher philosophischer und religiöser Systeme. Er studierte in München Japanologie, Philosophie und Völkerkunde; Promotion zum Doktor der Philosophie mit Summa cum Laude an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Zahlreiche pädagogische Fort- und Weiterbildungen.

Textauszüge vom letzt genannten Autor, der sich auch dem Zen verbunden fühlte:

"Dass die Weisen keine Träume gehabt hätten, ist nicht sicher. Wenn man am Tag frei von Gedanken ist, hat man nachts auch keine Träume. Wenn man aber tagsüber Gedanken hegt, wie sollte man dann nachts keine Träume haben? Auch wenn es Weise sind: Wieso hätten sie keine Gedanken haben sollen? Sobald es Gedanken gibt, gibt es auch Träume."

***

"Frage: Nachdem man das Prinzip einmal durchdrungen hat, mit welcher Tätigkeit kann man es dann weiterentwickeln?
   Antwort: „Es basiert allein auf Achtung () und Sicht (). Achtung bedeutet kontinuierlich darauf zu achten, dass der Geist nicht verlorengeht (放心), immer nur beim jeweiligen Gedanken zu sein und den Geist gänzlich zu sammeln (主一無適). Sicht meint die Konzentration der Gedanken (主一), wodurch es einem möglich wird, den höchsten und wahren Weg zu erkennen. Wenn man sich auf diese Weise bemüht und dann anziehende oder aufwühlende Gedanken auftreten, erkennt man augenblicklich, dass man in diskursives Denken (理路分別) verfallen ist, dass alles dies in Dualität besteht und nur wohlfeile Formulierungen sind. Das ist die Arbeit eines weisen Lernenden."

Julian Braun: Geisteswelt der Edo-Zeit.
Texte bedeutender japanischer Denker und Neokonfuzianer des 17. und 18. Jh.
272 Seiten. Hardcover. 29,90 €. ISBN: 978-3-943839-65-4. 
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Dr. Julian Braun hat drei klassische Texte zum Buddhismus übersetzt, die wir hier in einem Band versammeln. 1) Outlines of the Mahayana as taught by Buddha von S. Kuroda aus der Jôdo-Schule (1893); 2) The Outline of Buddhism von Skesaburo Nagao aus der buddhistischen Mission in San Francisco (1900); 3) Prolegomena to a History of Buddhist Philosophy von B. M. Barua, Universität Kalkutta (1918). Wie andere Übersetzungen von Dr. Braun können Sie uns verdeutlichen, wie sich die Vorstellungen über den Buddhismus im Laufe der Zeit änderten. Für mich, den Verleger, zeigen sie neben interessanten akademischen Erkenntnissen auch immer wieder an, worin noch heute hartnäckig überlebende Ideen unter Buddhisten ihre Wurzel haben, und warum es wichtig ist, den Buddhismus von einigen dieser Prämissen zu befreien. 

      B. M. Barua:
"Die Geschichte des Samgha zeigt, dass es zu Beginn keinerlei fixierte Regeln oder Vorschriften irgendeiner Art gab. Die erste Gruppe seiner Anhänger wurde ohne jegliche Formalitäten rekrutiert. Der überzeugende Ruf „ehi“ („komm!“) war ausreichend, um einen Schüler zu ordinieren. Wenn wir weiter nach vorne schauen, zeigt sich eine merkwürdige Koinzidenz in der Geschichte des Christentums. Aber als die Gemeinschaft zu einer regulären Männergesellschaft heranwuchs, wurde die Frage der Disziplin maßgeblich. Die Regeln, Gesetze, Formalitäten und Konventionen, vor denen er theoretisch zurückgewichen war, folgten eins aufs andere in gleichförmiger Kontinuität, bis ein vollständiger Kodex, der Patimokkha, ins Leben gerufen wurde. Die verschiedenen Interessen des Samgha waren Anlass für so viele Komplikationen, dass er keine andere Wahl hatte, als dem Korpus seiner Regeln, welcher hauptsächlich für den Gebrauch durch und die Führung von Bhiksus und Bhiksunis gedacht war, religiöse Verbannung [d. h. Ausschluss aus der Gemeinschaft] hinzuzufügen.
Theoretisch war er nicht bereit dafür, Vorrang aufgrund von Alter (seniority by age) einzugestehen, und tatsächlich sagte er dem Wanderer Sabhiya offen, dass Vorrang nur durch Weisheit zustande kommt. In der Praxis jedoch musste er Vorrang aufgrund von Alter einführen, egal wie unterschiedlich das Ergebnis dadurch ausfiel."

    S. Kuroda: 
   "Um den Grundsatz des „Vidyamatra“ (alle Dinge sind nichts anderes als Phänomene im Geist) darzulegen, werden die geistigen Phänomene in zwei Arten eingeteilt, nämlich go-shiki [業識] und funbetsu-jishiki [分別事識]. Sie werden auch achtfach unterteilt, nämlich: (1) kakshur-vijnana (mentale Operationen, die auf dem Auge basieren); (2) srota-vijnana (auf dem Ohr basierende Operationen); (3) ghrana-vijnana (auf der Nase basierende Operationen); (4) ghiva-vijnana (auf dem Geschmack basierende Operationen); (5) kaya-vijnana (auf dem Tastsinn beruhende Operationen); (6) mano-vijnana (Denk-Operationen); (7) klishta-mano-vijnana (subtile und endlose Operationen); (8) alaya-vijnana (alle Phänomene stammen von hier und sind hierin enthalten; daher der Name „Speicher-Bewusstsein“). Entsprechend der vorherigen Unterteilung sind die zahlreichen Phänomene, welche als Subjekte und Objekte erscheinen, in zwei Arten unterteilt: die wahrnehmbaren und erkennbaren, und die nicht-wahrnehmbaren und nicht-erkennbaren. Die nicht-wahrnehmbaren und nicht-erkennbaren Phänomene werden go-shiki genannt, während die wahrnehmbaren und erkennbaren Phänomene funbetsu-jishiki genannt werden."

Skesaburo Nagao: 
"Das vierte große buddhistische Konzil wurde unter Kanishka abgehalten, der von Kaschmir bis weit ins nordwestliche Indien im ersten Jahrhundert n. Chr. herrschte. Es wird gesagt, dass das Konzil der Ausgangspunkt der nördlichen Schriften, genannt Mahayana, das „Große Fahrzeug“, sei, welche in Sanskrit verfasst und später ins Tibetische und Chinesische übersetzt wurden. Andere sagen, dass das dritte Konzil der Ausgangspunkt für die Trennung zwischen nördlichem (Mahayana) und südlichen (Hinayana) Buddhismus war.
Gemäß den nördlichen Buddhisten gab es drei unterschiedliche Sammlungen des Tripitaka des Buddha; die ersten beiden werden die Bücher des Hinayana genannt, und die dritte von Mangusuri [Manjushri] und Maitreya werden die Bücher des Mahayana genannt.
Aber letztere Sammlung ist historisch nicht so klar wie die beiden ersten Sammlungen, und das ist der Grund dafür, dass die westlichen Gelehrten den von Nagarjuna begründeten nördlichen Buddhismus bzw. das Große Fahrzeug kritisieren, und es nur als eine Mischung von buddhistischen und brahmanischen Ideen ansehen. Obwohl das zutrifft, kann dieser Zweifel nicht korrekt sein, denn wie oben angemerkt ist es ungeklärt, ob der Ausgangspunkt für die nördlichen Schriften das dritte Konzil von Patna 251 v. Chr. oder das vierte Konzil im 1. Jh. n. Chr. ist. Zudem wurden, wie wir sehen werden, im zweiten Jahrhundert der buddhistischen Zeitrechnung einige Mahayana-Sutras dem Tripitaka hinzugefügt, und zu dieser Zeit war Nagarjuna, der sogenannte Gründer des Mahayana, in Indien noch gar nicht geboren. Wie kann man dann aber sagen, dass die Mahayana-Sutras nicht das Wort des Buddha sind, sondern von Nagarjuna verkündet wurden?" 


Julian Braun (Hg.): 
Frühe Texte zum Buddhismus und seiner Philosophie. 
176 Seiten. 12,- €. ISBN: 978-3-943839-49-4.
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Nukariya Kaiten (1867-1934) war Mönch und Professor für Buddhismus innerhalb der japanischen Sôtô-Schule. Einige Jahre lang hielt er Vorträge in den USA. Er verfasste mehr als 25 Bücher, darunter Principles of practice and Enlightenment of the Soto Sect, und setzte sich insbesondere mit dem Christentum auseinander. Im vorliegenden Werk beleuchtet er die Geschichte des Zen in China und Japan sowie Aspekte der Geistesschulung und Erwschen und ihrer Verwirklichung im alltäglichen Leben. Dabei setzt er die Charakteristika des Zen in Beziehung zu anderen gängigen philosophischen Vorstellungen seiner Zeit und klärt Missverständnisse bezüglich der Moralität und übernatürlichen Kräften des Menschen. 
   Die Hauptkapitel dieses Werkes lauten: Geschichte des Zen in China und Japan – Der Kosmos ist die Schrift des Zen – Buddha, der universelle Geist – Die Natur des Menschen – Erleuchtung – Leben – Die Schulung des Geistes und die Praxis der Meditation. 

Ein Auszug, der von Dôgen Zenji handelt: "1247 begab er sich auf Anfrage des Regenten [Hôjô] Tokiyori (1247-1263) nach Kamakura, wo er ein halbes Jahr blieb und dann zum Eiheiji zurückkehrte. Nach einiger Zeit setzte Tokiyori, um seiner Dankbarkeit für den Meister Ausdruck zu verleihen, ein Dokument auf, welches dem Eiheiji ein großes Stück Land als Geschenk zuwies, und übergab es an Genmyô, einen Schüler von Dôgen. Der Kurier war so erfreut über das Dokument, dass er es allen seinen Mitbrüdern zeigte und auch vor dem Meister damit großtat, welcher ihn scharf zurechtwies: „Oh, Schande über dich, Schurke! Du bist von der Begierde nach weltlichem Reichtum bis ins Innerste deines Geistes befleckt, so wie Öl an Nudeln klebt. Du wirst davon bis in alle Ewigkeit nicht loskommen. Ich befürchte, dass du Schande über die wahre Lehre bringen wirst.“ Auf der Stelle wurde Genmyô seine heilige Robe aberkannt und er aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Weiterhin befahl der Meister, den „befleckten“ Sitz in der Meditationshalle, auf dem Genmyô für gewöhnlich saß, zu entfernen, und die befleckte Erde unter dem Sitz bis zu einer Tiefe von sieben Fuß auszugraben."

Nukariya Kaiten: Die Religion der Samurai. 
Eine Studie der Philosophie und Praxis des Zen in China und Japan.
Aus dem Englischen von Julian Braun.
232 Seiten. Paperback. 20 €. ISBN: 978-3-936108-92-9.

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Die hier übersetzten Vorlesungen des berühmten Orientalisten Louis de la Valleé-Poussin (1869-1938) aus dem Jahr 1916 geben einen Einblick in die Hintergründe, Fragen und Probleme, welche abendländische Denker vor 100 Jahren in der Auseinandersetzung mit dem Buddhismus beschäftigt haben. Noch heute diskutieren und streiten praktizierende Buddhisten und Gelehrte über die genaue Bedeutung und Relevanz von Themen wie Nirwana, Karma und Wiedergeburt. In "Der Weg zum Nirwana" werden zudem religionswissenschaftlich relevante Aspekte, wie z. B. die Bedeutung von Opfer und Askese oder die Entwicklung von Gottesvorstellungen im umfassenderen Kontext früher indischer Religionsgeschichte angesprochen.

Louis de la Vallée-Poussin: Der Weg zum Nirwana. 
Sechs Vorträge zum frühen Buddhismus als eine Erlösungslehre.
Aus dem Englischen von Julian Braun. 
144 Seiten. Paperback. 15 €. ISBN: 978-3-943839-39-5. 

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Das hier übersetzte und vor knapp einhundert Jahren erschienene Werk ist ein imposantes Zeugnis für den hohen Kenntnisstand, der in vielen Bereichen der Buddhismusforschung zu dieser Zeit bereits bestand. Der Verfasser William Montgomery McGovern (1897-1964) hat ein abenteuerliches Leben geführt; er soll sogar die Figur des Indiana Jones inspiriert haben. McGovern bezieht sich auf eine eindrucksvolle Fülle an Originalquellen, um wesentliche Aspekte der buddhistischen Philosophie und Weltsicht zu erläutern: den Aufbau der Welt und des Kosmos, die ihn konstituierenden Faktoren, die darin wirkenden Gesetzmäßigkeiten. Das Werk ist eigenständig lesbar; es bietet jedoch auch eine gute Gelegenheit, einzelne Aspekte mit Hilfe moderner Sekundärliteratur sowie den Übersetzungen von Quellentexten zu vertiefen.

William Montgomery McGovern war Abenteurer, Hochschulprofessor, Anthropologe, Journalist, buddhistischer Priester und Großvater der Schauspielerin Elizabeth McGovern.
 

William Montgomery McGovern: Buddhistische Philosophie und Kosmologie
(Manual of Buddhist Philosophy: Cosmology)
Aus dem Englischen von Dr. Julian Braun. 
Paperback. 204 Seiten. 20,- €. ISBN: 9783943839340.
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Dieses klassische Werk liefert eine gelehrte Sichtweise aller traditionellen Zweige des japanischen Buddhismus, ohne die eine oder andere Schule dabei als überlegen darzustellen. Der Leser erhält dadurch eine wertvolle Ergänzung zu den im Westen dominierenden Sichtweisen des Buddhismus. Behandelt werden neben den indischen Wurzeln und grundlegenden Prinzipien jeweils die Geschichte und Philosophie folgender Richtungen: Kusha, Jôjitsu, Hossô, Sanron, Kegon, Tendai, Shingon, Zen, Jôdo, Nichiren und Ritsu.
 
Takakusu Junjirô (1866-1945) war ein japanischer Gelehrter, insbesondere des Buddhismus, und Esperantist. Er studierte Sanskrit in Oxford und setzte seine Studien nach der Promotion in Deutschland und Frankreich fort. 1894 wurde er Professor an der Kaiserlichen Universität in Tokio. Er begründete die Frauenuniversität Musashino und die Verlegergemeinschaft für die Taisho Tripitaka, die noch heute maßgebliche Ausgabe des chinesischen buddhistischen Kanons. 

Junjirô Takakusu: Grundzüge buddhistischer Philosophie.
Aus dem Englischen und mit ergänzenden Fußnoten von Julian Braun.
236 Seiten. Gebundene Ausgabe. 29,90 €. ISBN: 978-3-943839-23-4.
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E-Book  ISBN: 978-3-943839-24-1 (19,99 €)

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Dieser Klassiker gibt eine Übersicht der Geschichte und Lehren von zwölf japanischen buddhistischen Schulen: Kusha-shû, Jôjitsu-shû, Ritsu-shû, Hossô-shû, Sanron-shû, Kegon-shû, Tendai-shû, Shingon-shû, Jôdô-shû, Zen-shû, Shin-shû und Nichiren-shû. Er kann als "kleiner Bruder" des ausführlicheren Werkes Grundzüge buddhistischer Philosophie von Junjirô Takakusu angesehen werden, das ebenfalls bei uns erschienen ist. Aus dem Vorwort, über die Mitautoren:
 
"Die Einleitung sowie das fünfte, sechste und achte Kapitel über die Schulrichtungen Sanron, Kegon und Shingon wurden von meinem Freund, dem Ehrwürdigen Kôchô Ogurusu der Shin-Schulrichtung verfasst. Das erste Kapitel zur Kusha-Schulrichtung wurde vom Ehrwürdigen Shûzan Emura der Shin-Schulrichtung verfasst. (...) Das zweite und dritte Kapitel über die Schulrichtungen Jôjitsu und Ritsu sind das Ergebnis des Ehrwürdigen Shôhen Ueda der Shingon-Schulrichtung. Der Autor des vierten Kapitels über die Hossô-Schulrichtung ist der Ehrwürdige Dairyô Takashi der Shingon-Schulrichtung und derjenige des siebten Kapitels über die Tendai-Schulrichtung ist der Ehrwürdige Kyôkan Uemura aus dieser Schulrichtung. (...) Die Ehrwürdigen Gyôkai Fukuda, Kenkô Tsuji, Renjô Akamatsu und Zejun Kobayashi haben jeweils ein Kapitel zu ihrer eigenen Schulrichtung geschrieben. Ihre Themen sind die Jôdô-Schulrichtung (Kapitel 9), die Zen-Schulrichtung (Kapitel 10), die Shin-Schulrichtung (Kapitel 11) und die Nichiren-Schulrichtung (Kapitel 12)." 
 
Bunyû Nanjô: Eine kurze Geschichte der zwölf 
japanischen buddhistischen Schulen.
Aus dem Englischen und mit ergänzenden Fußnoten von Julian Braun.
148 Seiten. Paperback. 15,- €. ISBN: 978-3-943839-21-0.
Bestellen
E-Book 
 ISBN: 978-3-943839-22-7 (9,99 €)

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